Es braucht gar keine große Liebe zur Zirkuskunst, um diesen Band mit Vergnügen zu lesen. Der deutsche Journalist Dominik Baur hat Zirkusschaffende interviewt, die alle in Verbindung zum Circus Roncalli stehen. (…) Das Zirkusleben zeigt sich dabei in all seiner Poesie und Härte. Die Befragten erzählen, wie es ist, an immer neuen Orten aufzutreten, in einem beengten Wohnwagen zu leben und nach der Vorstellung bei einem Topf Spaghetti zusammenzusitzen. Oft gehen die Erinnerungen bis in die Kindheit zurück, dann wird es besonders interessant. (…) Ein wunderschön gestaltetes Buch mit vielen historischen Schwarzweißfotos von Fotograf NAVIGO, die die Atmosphäre des Zirkuslebens besonders gut einfangen.
Falter, Wien
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Ein Buch voller Anekdoten, Erinnerungen und Aha-Erlebnissen aus den Anfangsjahren von Roncalli. Mit treffenden Fotos, unter anderem von NAVIGO. Sehr empfehlenswert.
Circusmagazine De Piste, Amsterdam
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Mit dem Buch hatte ich in den letzten Tagen mehr als nur eine gute Zeit. Jedes Mal, wenn ich es in die Hand genommen habe, kamen eigene Erinnerungen an Erlebnisse rund um den Circus Roncalli und auch bestimmte Vorstellungen, oder Gespräche, in den Sinn. Hervorheben möchte ich noch die angenehme Art des Autors zu schreiben. Man denkt, man sitzt bei dem Gespräch daneben und ist voll mit eingebunden. Auch wie respektvoll der Aufbau ist: Man merkt, dass es dem Autor am Herzen lag, die Interviewten in den Vordergrund zu stellen. Ich werde noch viele Stunden mit diesem Buch verbringen.
Werner Meyer, Burgdorf
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Besonders eindrücklich sind die Fotografien von NAVIGO, der den Circus zwischen 1981 und 1989 begleitete und dabei vor allem die leisen, oft unsichtbaren Momente hinter den Kulissen festhielt. Genau dort verortet auch Dominik Baur die eigentliche Faszination von Roncalli: irgendwo zwischen Wanderleben, Gemeinschaft, Melancholie und Gesamtkunstwerk.
The Dorf, Düsseldorf
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Was für eine schöne Zeitreise. Für alle, die Zirkus mögen und vielleicht (wie ich) auch noch persönliche Erinnerungen an die frühen Roncalli-Jahre haben, eine unbedingte Empfehlung. Die Interviews nehmen einen mit hinein ins Herz des Zirkus: man erfährt so viel Spannendes, Erstaunliches und Warmherziges von früheren Mitstreitern und Künstler/innen aus dem „Gesamtkunstwerk“ (wie es in der Einleitung treffend heißt) Roncalli. Und die Fotos! So schöne Zeitdokumente aus den 1980er Jahren, die die Stimmung der Mitwirkenden und Zuschauer perfekt einfangen und die große Liebe zum Zirkus sichtbar machen.
Tina H., München
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Dominik Baur studierte Geschichte und wurde Journalist. Doch seit Kindesbeinen ist der Münchner vom Circus fasziniert. In seinem Buch «Die Roncallis» geht er der Faszination des Circus Roncalli auf den Grund, aber nicht indem er chronologisch die Unternehmensgeschichte seit der Gründung vor 50 Jahren nachzeichnet, sondern indem er 14 Zeitzeugen und Weggefährten interviewt. Darunter sind auch Schweizer, ohne deren Mitwirken es den Circus Roncalli vielleicht gar nicht geben würde. Im Gespräch mit Emil Steinberger erfährt die Leserin oder der Leser, wie er im wohl kritischsten Augenblick dem Circus Roncalli nicht nur mit einer beachtlichen Geldsumme unter die Arme griff, sondern auch Disziplin und Struktur vermittelte. Oder denken wir auch an den Schweizer Clown Pic, der mit seinen Seifenblasen viel zur Poesie im Roncalli-Chapiteau beitrug. Und im Gespräch mit dem Schweizer Raubtierdompteur René Strickler erfahren wir, wie er Roncalli in den Anfangsjahren zum Publikumszustrom verhalf. Daneben kommen weitere Artisten und Mitarbeiter zu Wort, die vor und hinter den Kulissen der Faszination Roncalli erlegen sind und zum Erfolg beitrugen.
Neben den Texten besticht das Buch mit rund 100 bislang unveröffentlichten Fotos, welche die magischen Eindrücke der Jahre 1981 bis 1989 einzufangen versuchen.
Club der Circus-, Variété- und Artistenfreunde der Schweiz (circusfreunde.ch)
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Insgesamt ein Band, der die Roncalli-Literatur auf besondere Weise bereichert.
Circus-Zeitung
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Paul hat einen Zirkus geschaffen, der die Branche gleich mehrfach neu erfunden hat. Mit Roncalli zog die Poesie in die Manege. Als Paul Mitte der 70er anfing, jagte bei den Kollegen eine Sensation die nächste. Die leisen, sanften Zwischentöne fehlten in der Zirkuswelt. „Immer nur höher, weiter und immer mehr – die Zuschauer fanden das langweilig. Und dann war da plötzlich dieser Zirkus, der auf Kommunikation, auf Kontakt aus war“, sagt der Schweizer Künstler Pic in einem Interview für das Buch „Die Roncallis. Zirkusgespräche“ von Dominik Baur, das anlässlich des 50-jährigen Jubiläums erschienen ist. Bei der Kölner Premiere am 4. Juni 1980 auf dem Neumarkt verzauberte Pic das Publikum mit seinen Seifenblasen. Es zählten auch die Kleinigkeiten, sagt Pic. Bis heute werden die Zuschauer schon beim Einlass von den Artisten empfangen, machen Späße, drücken Erwachsenen wie Kindern rote Farbtupfer auf die Nase. Auch die Ästhetik spielt eine Rolle. (…) Während andere Direktoren auf Container und Sattelschlepper umschwenkten, restaurierte Paul lieber alte Holzwagen, dekorierte sie, benutzte Blattgold für die Schrift. „Bei Bernhard muss alles ein bisschen glänzen und funkeln. Er liebt den schönen Schein, das Dekorative“, sagte die 2025 verstorbene Maria Lucas im Gespräch mit Baur. Die von Spanien nach Köln eingewanderte Schneiderin fertigte die Kostüme für die Premiere 1980 und stattete den Zirkus bis zuletzt mit handgemachten Kunstwerken aus.
Kölner Stadt-Anzeiger
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